Seit Einstein suchen Physiker nach der "Weltformel", einer Theorie von Allem (Theory of Everything). Laut dem Physiker und Bewusstseinsforscher Thomas Campbell aus den USA ist dieses Vorhaben zum Scheitern verdammt, solange die Physik am Materialismus festhält. Hier folgt eine kurze Einführung in Campbells neuartigen Ansatz, der Physik und Metaphysik auf ungewöhnliche Weise vereint.
In diesen Funktionen bewegte er sich außerhalb der universitären Forschung. Entsprechend schlecht ist er in akademischen Kreisen vernetzt. Seine „große Theorie von Allem“ entwickelte er nebenher an einem Privatinstitut, das im wissenschaftlichen Mainstream als pseudowissenschaftlich gilt (mehr dazu erfahren Sie im letzten Abschnitt dieses Artikels: "Campbells unorthodoxe Forschungsmethode"). Bisherige Versuche, seine Theorie in Fachkreisen bekannt zu machen, scheiterten. Erfolgreicher waren Campbells Bemühungen, seine Theorie einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. So hat er eine populärwissenschaftliche Buch-Trilogie verfasst, die inzwischen auch ins Deutsche übersetzt wurde (siehe Literaturtipps am Seitenende). Des Weiteren hat Campbell unzählige Vorträge gehalten und Interviews gegeben, unter anderem ein millionenfach geklicktes Interview mit dem bekannten US-amerikanischen Podcaster Joe Rogan (https://www.youtube.com/watch?v=tQR6SFK7lFc).
Unter diesem Link finden Sie einen YouTube-Kanal, auf dem Sie mehr als hundert solcher Vorträge und Interviews zu verschiedenen Aspekten seiner Theorie anschauen können: https://www.youtube.com/channel/UC0CBPZ2bernavMhlLGpdcFA
Unten finden Sie außerdem einen Ausschnitt aus einem Vortrag, bei dem Thomas Campbell etwas ausführlicher über seine Vita spricht.
13:39 Minuten, deutschsprachige Übersetzung
Physiker und Autor Thomas Campbell stellt in diesem 13-minütigen Auszug aus einem seiner Vorträge kurz seinen eigenen Werdegang vor. Dabei spricht er sowohl über seine berufliche Entwicklung als auch über seine Forschung im Bereich außerkörperlicher Wahrnehmungen zusammen mit Bob Monroe. Mehr hierzu auch in Abschnitt 4: Campbells unorthodoxe Forschungsmethode
115 Minuten, deutsch
Diese zweistündige Einführung in die Grundlagen der My Big Theory of Everything nähert sich der Theorie aus Richtung der Doppelspaltexperimente. Sie erklärt das grundlegende Modell und geht auf wichtige Implikationen für unser Leben ein.
Liebe wäre demnach das logische Ziel eines Bewusstseins, das sich entwickelt. Entwicklung impliziert ihrerseits Zustandsveränderung. Dazu braucht das Ur-Bewusstsein (AUO) Zeit. Genauer ausgedrückt: Sobald sich der Bewusstseinszustand von AUO in einen anderen Zustand verändert hat, ist Zeit vergangen. Zeit ist demnach das Resultat von Zustandswechseln von Bewusstsein. Aus dieser Definition von Zeit ergibt sich, dass Zeit nicht kontinuierlich existieren kann. Vielmehr vergeht Zeit „Stück“ für „Stück“, nämlich bei jeder Zustandsänderung. Erfolgen diese Änderungen in einem als gleichmäßig wahrgenommenen Takt und noch dazu in sehr dichten Abständen, erscheint uns die Zeit wie ein kontinuierlicher Fluss. In Wirklichkeit ist sie laut Campbell aber „quantisiert“. Es gibt also kleinste Zeitsprünge, ohne dass dazwischen noch Zeit vergeht (weil zwischen diesen Sprüngen keine Zustandsveränderungen stattfinden).
Weil das Ur-Bewusstsein (AUO) das Einzige ist, was es wirklich gibt und es folglich keiner äußeren Beschränkung unterliegt, ist es frei. Es verfügt also über einen freien Willen. Allein das Streben nach Liebe ist durch den unterstellten Prozess der Evolution vorgegeben. Um sich dorthin zu entwickeln, probierte und probiert das Bewusstsein im Laufe der Zeit (durch Variationen seines Zustands) alles Mögliche aus. So teilte es sich laut Campbell in unzählige verschiedene Fragmente. Aus der Einheit wurde auf diese Weise eine Vielfalt. Vielfalt und Diversität sind evolutionär von Vorteil, weil durch sie die Zahl der möglichen Entwicklungswege wächst. Campbell nennt die durch Fragmentierung entstandene Bewusstseinsvielfalt „Absolute Unbounded Manifold“ (AUM) oder auch „Larger Consciousness System“ (LCS). Die einzelnen Bewusstseinsfragmente innerhalb dieser Vielfalt nennt er „Individuated Units of Consciousness“ (IUOC). Wir alle sind laut Campbell im Kern solche Bewusstseinsfragmente (IUOC) und damit Teile des Gesamtsystems.
Das Universum als physische Simulation
Zur Entwicklung unseres Bewusstseins benötigen wir laut Campbell ein geeignetes Lernumfeld wie etwa unsere physische Welt – eine Umgebung, in der wir durch praktische Entscheidungen unsere Bewusstseinsqualität zum Ausdruck bringen und durch das Lernen aus unseren Fehlern den Wunsch entwickeln können, uns zu verbessern. Entwickeln sich einzelne Bewusstseinsfragmente (IUOC) in Richtung Liebe fort, steigert dies die Bewusstseinsqualität im Gesamtsystem (AUM/LCS). Damit das gelingt, erzeugten spezialisierte Bewusstseinszellen des „Larger Consciousness System“ (LCS) verschiedene Universen als Lernsimulation. Diese simulierten Universen bezeichnet Campbell entweder als „Physical Matter Realities“ (PMR) oder als „Non-Physical Matter Realities“ (NPMR), je nachdem welchen Gesetzmäßigkeiten sie folgen.
NPMR können wir uns derweil ähnlich wie Traumwelten vorstellen, in denen Raum und Kausalität deutlich flexibler erscheinen. Laut Campbell sind NPMR und PMR ineinander verschachtelt – wie Simulationen innerhalb von Simulationen (siehe Abbildung). Trotz solcher Hierarchien ist keine dieser Realitäten wirklich fundamental – nur Bewusstsein selbst ist fundamental. Es handelt sich also bei PMR nur um virtuelle Räume innerhalb von anderen virtuellen Räumen (NPMR).
Wir als IUOC befinden uns laut Campbell eigentlich in einer nichtphysischen Simulation (NPMR), die wir aber im normalen Wachbewusstsein nicht wahrnehmen, weil wir uns von unserer NPMR aus in eine physische Lernumgebung (PMR) begeben. Das ist vereinfacht ausgedrückt in etwa so, als würde ein Gamer, der sich eigentlich in einem Computerspieleladen befindet, eine VR-Brille aufsetzen, die eine täuschend echt wirkende Spielumgebung simuliert. Der Gamer entspricht in diesem Bild einem einzelnen Bewusstseinsfragment (IUOC). Der Computerspieleladen samt aller anwesenden Personen steht symbolisch für die nichtphysische Bewusstseinssphäre (NPMR). Zu den hier anwesenden Personen zählen neben den Mitarbeitern des Ladens alle anwesenden Kunden und natürlich auch der Gamer selbst. Die Spielumgebung in der VR-Brille entspricht unserem physischen Universum (PMR). Der Betreiber des Computerspieleladens und zugleich der „Gameserver“ der PMR-Simulation ist das „Larger Consciousness System“ (LCS). Von dort erhalten wir unsere physischen Wahrnehmungen wie Bilder, Töne, Gerüche, Schmerzen und so weiter als multisensoriellen Datenstrom.
Die Frage ist natürlich, ob es irgendwelche Beweise für diese Theorie gibt und wie das alles genauer funktioniert. Hiervon handeln die nächsten Artikel in dieser Artikelsammlung. Zuvor wollen wir jedoch noch die Methodik beleuchten, mit der Thomas Campbell vorgegangen ist, um überhaupt zu seiner Theorie zu gelangen.