Themenbereich
Bewusstseinsforschung

Studien zur mentalen Beeinflussung von Zufallsprozessen (1/3)
Prof. Robert Jahn und die Forschung am PEAR-Labor


Wie die ungewöhnliche Anfrage einer Doktorandin das Forscherleben von Professor Jahn auf den Kopf stellte


1) Ein ungewöhnliches Forschungsvorhaben

Im Jahr 1976 erhielt ein gewisser Professor Robert Jahn von der Princeton University in den USA eine Anfrage, die sein Forscherleben für immer verändern sollte: Eine Studentin bat ihn, ihre Doktorarbeit zu einem ungewöhnlichen Thema zu begleiten. Sie wollte die Auswirkungen menschlicher Absicht auf Zufallsgeneratoren erforschen. Ihre Forschungsfrage lautete, ob es möglich sei, durch bewusste Gedanken Zufallsprozesse in die eine oder andere Richtung zu lenken.

Robert Jahn war skeptisch. Als Plasmaphysiker, als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik und als Dekan für Ingenieurwissenschaften interessierte er sich für Zufallsgeneratoren. Aber den Einfluss von bewusster Absicht auf dieselben zu untersuchen, das hielt er für seltsam. Nach einigem Zögern willigte er dennoch ein und gestattete seiner Studentin die Umsetzung des geplanten Forschungsvorhabens. Als er später die Resultate sah, war er völlig verblüfft: Seine Studentin hatte offenbar nachweisen können, dass man zufällige Prozesse mit Gedanken steuern kann – zwar nur geringfügig, aber statistisch signifikant.

2) Die Gründung des PEAR-Labors

Es sollte für Robert Jahn eine Zäsur sein. Statt sich weiter um Raketenantriebe zu kümmern, widmete er sich nun vermehrt der Erforschung übersinnlicher Phänomene. Im Jahr 1979, also nur drei Jahre nach der Anfrage seiner Studentin, gründete er zu diesem Zweck ein neues Forschungslabor: das Princeton Engineering Anomalies Research (PEAR) Institute. Bis 2007 wurden hier etliche Experimente zur mentalen Beeinflussung von Zufallsprozessen durchgeführt. Daneben wurden auch weitere übersinnliche Phänomene erforscht (zum Beispiel das Remote Viewing, auf das wir in der nächsten Artikelsammlung gesondert eingehen werden).

Bei all diesen Experimenten mussten potenzielle physikalische Einflussfaktoren wie Luftdruckveränderungen, Temperaturschwankungen oder elektromagnetische Kräfte systematisch ausgeschlossen werden. Die folgende Videoquelle enthält eine anschauliche Reportage, in der Sie sich gerne ein genaueres Bild von den Apparaturen und Versuchsabläufen im PEAR-Labor machen können. 

VIDEO: Robert Jahn - PSI-Forschung der Princeton Universität (PEAR)

17:44 Minuten, deutsche Übersetzung

Zwischen 1979 und 2007 wurden an der Princeton Universität in den USA durch den Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften Dr. Robert Jahn und seine Mitarbeiter eine Vielzahl von PSI-Experimenten durchgeführt, bei denen die Auswirkungen von Gedanken auf Materie untersucht wurde. Die Ergebnisse der Versuche sind laut Jahn eindeutig: Zufallszahlengeneratoren sowie andere Zufallsprozesse lassen sich durch menschliche Absicht beeinflussen. Da diese Forschungsergebnisse nicht ins gegenwärtige materialistische Weltbild passen, wurden sie laut Jahn in der Mainstreamwissenschaft einfach ignoriert und eine Publikation in Wissenschaftsmagazinen war aufgrund der kontroversen Thematik schwierig. Dieses Video stellt die Forschungsergebnisse in kompakter Weise vor.

3) Einordnung der Forschungsresultate 

Professor Jahn zog aus seinen Experimenten eindeutige Schlussfolgerungen: Die Messdaten zeigten mit Gewissheit, dass die mentale Beeinflussung von Zufallsgeneratoren funktioniere. 

Die Ergebnisse seien derart signifikant, dass sie nicht durch eine bloß zufällige Abweichung erklärt werden könnten. Robert Jahn beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass seine gesammelten Messdaten auf zufälligen Abweichungen basieren, auf eins zu eine Billion.

Umso größer war seine Ernüchterung, als sich in der wissenschaftlichen Community niemand für seine Forschungen interessierte. Dahinter vermutet er im Nachgang blinden Dogmatismus: Jegliche Forschung an übersinnlichen Phänomenen stoße von vornherein auf schroffe Ablehnung seitens der materialistischen Wissenschaft, ohne dass diese sich überhaupt mit den Daten und Argumenten auseinandersetze. Auf der Artikelseite "Starre Paradigmen und kognitive Dissonanz" haben wir dieses Verhalten unter Rückgriff auf den Wissenschaftsphilosophen Thomas Kuhn als typische Abwehrreaktion von „Normalwissenschaftlern“ kennengelernt, die ihr Paradigma gegen Störfaktoren verteidigen wollen. Skeptiker hingegen monieren eine unsaubere Methodik und mangelnde Erfolge beim Versuch der direkten Replikation. 

In den folgenden Jahrzehnten wurden von anderen Forschern ähnliche Experimente durchgeführt. Hiervon berichten wir auf den nächsten Artikelseiten.

4) Weiterführende Informationen und Buchtipps: