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Philosophie & Wissenschaft

Woher wissen wir, was wahr ist? (7/8) 
Die Macht des eigenen Weltbildes


Unser Weltbild ist wohl der mächtigste Aspekt unserer Psyche. Was es so mächtig macht, ist der Umstand, dass sich die meisten Menschen gar nicht darüber bewusst sind, wie ihr Weltbild ihre Wahrnehmung der Welt beeinflusst. Unser Weltbild ist wie eine Brille: Wenn man sie erstmal eine Weile getragen und sich an sie gewöhnt hat, nimmt man sie nicht mehr bewusst wahr. 



Inhaltsübersicht:

  1. Die Macht des eigenen Weltbildes: Woher kommt unser Weltbild und wie wirkt es?
  2. Die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität: Prof. Eckhard Kruse und sein Buch "Der Geist in der Materie"
  3. Möglichkeiten zur Erweiterung des eigenen Weltbildes: Tipps von Neil Kramer
  4. Ein interessantes Highschool-Experiment: Weltbilder hinterfragen lernen - Das Projekt "Worldview Literacy Course"
  5. Eine interessante Herangehensweise an zwei unterschiedliche Weltbilder: Dr. Donald DeGracia - Weltbilder, Wissenschaft und Spiritualität 
  6. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Die Macht des eigenen Weltbildes: Woher kommt unser Weltbild und wie wirkt es?

Unsere wesentlichen Überzeugungen haben wir uns während der Kindheit angeeignet. Keiner hatte dabei eine große Wahl was diese Überzeugungen betraf, denn als Kind übernehmen wir die Überzeugungen unseres kulturellen Umfelds, ohne sie dabei zu hinterfragen oder auf ihre Gültigkeit hin zu überprüfen. Die meisten Überzeugungen werden uns dabei nicht mal explizit beigebracht, sondern wir übernehmen sie allein durch die Beobachtung des Verhaltens anderer Menschen - speziell der eigenen Eltern.

Obwohl wir vielleicht glauben, dass unser bewusster Verstand alle unsere Überzeugungen gespeichert hat, so trifft dies nur für einen kleinen Teil unserer Überzeugungen zu. Die meisten unserer Überzeugungen werden unbewusst gespeichert und wir sind uns über die dort gespeicherten Überzeugungen eben nicht bewusst. Dieser unbewusste Informationsspeicher verhält sich ähnlich wie ein Diktiergerät und hat seit unserer Kindheit alle unsere Überzeugungen aufgezeichnet, wohingegen unser bewusster Verstand die meisten derjenigen Ereignisse, die der Aneignung dieser Überzeugungen zugrunde liegen, längst vergessen hat.

VIDEO: Dr. Bruce Lipton: Die Macht unseres Unterbewusstseins

24:33 Minuten, deutsche Übersetzung

Dr. Bruce Lipton war in den 70er Jahren als Biologieprofessor tätig und forschte mit Stammzellen. Seine Forschungsergebnisse zeigten ihm, dass entgegen damaliger Lehrmeinung nicht die Gene allein das Zellwachstum bestimmen, sondern dass Umfeldeinflüsse eine wesentliche Rolle spielen. Heute ist dies unter dem Begriff Epigenetik bekannt und anerkannte Wissenschaft.

In diesem auf deutsch übersetzten Interview-Auszug erläutert Bruce Lipton, warum wir keine Opfer unserer Gene sind, sondern vielmehr Opfer unserer unbewussten Überzeugungen, die wir aber - in einem bewussten und langwierigen Prozess innerer Arbeit an uns selbst - ändern können.

Das gesamte Interview auf englisch findet man hier:
https://www.youtube.com/watch?v=VYYXq1Ox4sk&t=2582s

In Industriestaaten wachsen die meisten Menschen mit einer kindlich-naiven Vorstellung einer durch wohlmeinende Autoritäten geregelten Welt auf, die zunächst von unseren Eltern und dann im weiteren Sinne durch staatliche Organe wie der Polizei aufrecht erhalten wird. 

Das Empfinden, andere werden schon für Ordnung sorgen, führt allerdings häufig zu Anspruchsdenken und dem Abgeben der Verantwortung für die eigenen Lebensumstände. Aus Sicht der Autoritäten hat dieser Verzicht auf Eigenverantwortung durchaus auch einen Vorteil: Bleiben Menschen in einem kindlichen Weltbild gefangen, kann man sie durch permanentes Schüren von Ängsten unter Kontrolle halten. Solange Menschen von der Politik Lösungen für alle Probleme fordern, werden sie keine eigenen Initiativen ergreifen und sich auch nicht selbst politisch engagieren.

Eine weitere Eigenschaft von Menschen mit kindlichem Weltbild ist, dass sie glauben, schon alle wichtigen Dinge über die Welt zu wissen, weshalb sie auch jegliche Informationen, die nicht ins kindliche Weltbild passen, als unwichtig abtun. Ihr Vertrauen in Autoritäten als die einzige Quelle dafür, was real und wichtig ist, wird somit für die meisten Menschen zum Hauptgrund, warum sie ihr ganzes Leben in einer Kinderwelt verbringen. Dabei ist es einerlei, ob es sich bei den Autoritäten um Repräsentanten des Staates handelt oder um mächtige Influencer in den Medien.

Der Austritt aus der Kinderwelt in die "tatsächliche Welt" ist meist mit unangenehmen Erfahrungen verbunden, die das kindliche Weltbild sprengen und eine Neuorientierung erfordern. Bei indigenen Völkern gibt es Rituale des Erwachsenwerdens, bei denen diese heile Kinderwelt bewusst durch traumatische Erfahrungen zerstört wird. Im westlichen Kulturkreis hingegen bleibt uns entweder ein Weg einer langsamen Bewusstwerdung durch Arbeit an sich selbst oder aber man wird vom Leben mit einer schockierenden Erfahrung konfrontiert, die weder verdrängt noch ins kindliche Weltbild integriert werden kann und somit eine Neuorientierung erzwingt. Da in der "tatsächlichen Welt" viele der kindlichen Vorstellungen als falsch erkannt werden, ist dieser Schritt - speziell wenn er durch eine Schockerfahrung ausgelöst wird - mit viel Angst und Verunsicherung verbunden, da zunächst jegliche Orientierung für den Aufbau eines neuen Weltbilds fehlt.

Das Loslassen von fundamentalen Überzeugungen löst deshalb so viele Ängste aus, weil die meisten Menschen sich völlig mit ihrem Weltbild identifizieren und somit über ihr Weltbild definieren, wer sie sind. Das geht sogar soweit, dass Menschen lieber an Leid erzeugenden und einschränkenden Überzeugungen festhalten, als sich neue, positivere Überzeugungen anzueignen. Falls Sie bei sich einschränkende Überzeugungen entdecken, gibt es einige hilfreiche Fragen, die Sie sich in einem ruhigen Moment der Selbstreflexion stellen können: Ist diese Überzeugung wahr? Kann ich absolut sicher sein, dass diese Überzeugung wahr ist? Was wäre ich ohne diese Überzeugung? Es mag sich seltsam anhören, aber vielleicht sollte man wirklich nicht immer alles glauben, was man denkt. Der permanente Gedankenstrom, der uns durch der Kopf saust, kann nämlich mitunter einfach auf negativen und limitierenden Überzeugung beruhen, die wir uns in der Kindheit unbewusst angeeignet haben. Wir können uns nur von diesen Limitierungen befreien, indem wir lernen, loszulassen, denn sonst werden wir von den eigenen Überzeugungen unser ganzes Leben lang beherrscht.

Ein tiefgreifender Perspektivenwechsel wie der Eintritt in die "tatsächliche Welt" kann profunde Auswirkungen darauf haben, wie man sich fühlt und wie man handelt. Es ist für viele Menschen schwer nachzuvollziehen, dass man so einen Perspektivenwechsel nicht als Gedankenexperiment im Verstand simulieren kann, denn er findet auf einer tieferen Ebene als der des Denkens statt. Es handelt sich um eine Veränderung des Seinszustandes, wobei das Konzept des "Seins" dem Verstand fremd ist, denn der Verstand selbst ist auf Handlungen ausgerichtet und nicht aufs Sein.

Eine Veränderung des Seinszustandes ist die Krux, mit der sich viele mystische Traditionen beschäftigen. Jedes Mal, wenn wir mit neuen Informationen konfrontiert werden, brauchen wir einen Anknüpfungspunkt im Modell der Realität, das wir uns aufgebaut haben, an den wir die neue Information anfügen können. Wenn wir keinen solchen Anknüpfungspunkt finden, wird die neue Information einfach verworfen, weil sie für uns nicht als wahr integriert werden kann. Das bestehende, eigene Weltmodell auf seine Validität hin zu hinterfragen, ist ein Schritt, den nur wenige Menschen freiwillig vollziehen, weshalb die Erfahrung, bewusst in der "wirklichen Welt" zu leben, den Menschen vorbehalten bleibt, die sich unnachgiebig auf die Suche nach Wahrheit und Weisheit begeben haben und dabei nicht davor zurückschrecken "alles" zu hinterfragen - inklusive ihrer eigenen Überzeugungen.

Woran soll ich dann glauben?

Um zur Analogie vom Beginn dieses Artikels zurückzukehren: Der beste Weg mit Weltbildern umzugehen ist, sie wie eine Brille zu betrachten. Sie besitzen vielleicht eine Lesebrille, eine Sonnenbrille und eine Taucherbrille. Jede dieser Brillen hat ihren Zweck und kann nützlich oder unzweckmäßig sein, je nach Situation und Gegebenheiten. Sich auf ein einzelnes Weltbild zu beschränken, ist nicht wirklich klug, denn dadurch limitiert man sich selbst nur darin, Erfahrungen zu machen, die zu diesem einen Weltbild passen. Jede Erfahrung, die man nicht irgendeiner Schublade im bestehenden Weltbild zuordnen kann, muss somit verleugnet werden, weil das bestehende Weltbild besagt, dass es so etwas nicht geben kann.

Wenn man hingegen eine Vielzahl von Weltbildern anderer Kulturen kennt oder sich aus anderen Gründen die Möglichkeit erarbeitet hat, auf ein anderes Weltbild zurückzugreifen, eröffnet man sich die Chance auf eine Vielzahl möglicher Erfahrungen und Erkenntnisse. Solange diese unterschiedlichen Weltbilder jedoch untereinander über keine Anknüpfungspunkte verfügen, kann dies ziemlich verwirrend sein und erfordert eine gewisse mentale Stabilität. Es kann aber auf jeden Fall hilfreich sein, unterschiedliche Weltbilder dazu zu nutzen, um eine Erfahrung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Stellen Sie sich hierzu bildlich vor, eine Erfahrung würde durch ein 3-dimensionales Objekt repräsentiert. In dieser Analogie ist Ihr Verstand nur in der Lage, 2-dimensional wahrzunehmen, Sie sind sich aber über diese Beschränkung nicht bewusst. Alles was Sie wahrnehmen, ist eine 2-dimensionale Schnittfläche des 3-dimensionalen Objekts, die Ihre limitierte Wahrnehmung der Erfahrung repräsentiert. Aus Sicht Ihres Verstandes entspricht diese Wahrnehmung ziemlich genau dem, was auch jemand anderes erleben würde, der in die gleiche Situation gerät wie Sie. Wenn Sie sich aber nun bewusst würden, dass Sie die Möglichkeit haben, die Erfahrung aus einer anderen Perspektive zu betrachten, dann könnten Sie Ihre 2-dimensionale Wahrnehmungsebene in einem anderen Winkel ausrichten als zuvor. Dadurch, dass man eine Erfahrung aus mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, kann man sich ein viel größeres Bild machen, das der wahren Natur der Erfahrung auf jeden Fall näher kommt, als eine auf einen Blickwinkel reduzierte Wahrnehmung.

Das Ganze hat natürlich auch eine politische Dimension: Nur an einem Weltbild festzuhalten - vor allem wenn einem dieses Weltbild durch Autoritätspersonen vermittelt wurde - ist viel einfacher, als sich eventuell widersprechende Weltbilder parallel im Verstand zu halten und diese regelmäßig gegeneinander auf ihre Gültigkeit abzugleichen. Jede Form eines reduzierten bzw. einseitigen Denkens kann von manipulativen Personen ausgenutzt werden, um großen Teilen der Bevölkerung einfache Erklärungen für in Wirklichkeit hoch-komplexe Ereignisse zu liefern. Menschen, die ihr eigenes Weltbild nicht in Gefahr bringen wollen, wollen in ihrer Vorstellung bekräftigt werden und möchten denjenigen Personen vertrauen, denen Sie Autorität beimessen. Das gilt für unkritische "Systemlinge" gleichermaßen wie für naive "Verschwörungsgläubige". Ein Plädoyer für eine differenzierte Sicht auf solche politischen Prozesse und den Sinn und Unsinn verschiedener Arten von Verschwörungstheorien finden Sie in unserem Themenbereich "Zusammenleben als Gesellschaft".

Um die Einseitigkeit des eigenen Weltbildes und die damit verbundenen Begrenzungen zu durchbrechen, bedarf es des Verlangens, eine tiefere Wahrheit zu ergründen, auch wenn dieses Streben nach Wahrheit mit tiefgreifenden Verunsicherungen verbunden sein wird. Am Ende dürfte dieser Prozess dennoch befreiend wirken und neben Erkenntnisgewinnen auch zu persönlichem Wachstum führen.

2) Die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität: Prof. Eckhard Kruse und sein Buch "Der Geist in der Materie" 

In der Matrixwissenrunde vom 27. März 2021 hatten wir Prof. Eckhard Kruse als Gast. Eckhard Kruse ging in Braunschweig zur Schule und studierte dort Informatik. 1993/94 lebte er im Rahmen eines Auslandsstudiums für ein Jahr in Pisa, Italien. Nach dem Abschluss seines Studiums im Jahre 1995 promovierte er auf dem Gebiet der Robotik und Bildverarbeitung. Seit 2000 lebt er in Heidelberg. Dort arbeitete er acht Jahre in der industriellen IT-Forschung als Projekt- und Gruppenleiter. Seit 2008 ist er Professor für angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim. Er hat gleichzeitig großes Interesse am Thema der Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität entwickelt. Er hat dazu das Buch "Der Geist in der Materie" geschrieben, über dessen Inhalte er in der nachstehend verlinkten Matrixwissenrunde zunächst einen Einführungsvortrag gehalten hat. Danach hat er sich unseren Fragen zu dem Thema gestellt.

VIDEO: Prof. Eckhard Kruse über sein Buch "Der Geist in der Materie" 

139 Minuten, deutsch

0:00:00 Vorstellung und Einführungsvortrag
1:08:30 Führt die zunehmende kognitive Dissonanz vielleicht zu einem Paradigmenwechsel und ist die globale Situation vielleicht deshalb gar nicht so negativ wie sie uns erscheint?
1:10:50 Frage zu Zeichnungen im Buch und in der Präsentation, wieso kommen keine Frauen vor?
1:13:45 Umgang mit Realität, untersinnliche und übersinnliche Annäherung an Realität, Mind & Spirit
1:22:00 Wie waren die Reaktionen bei ähnlichen Vorträgen vor Wissenschaftlern?
1:24:00 Welche Erfahrungen haben Eckhard zum spirituell offenen Menschen werden lassen?
1:27:15 Wo steckt das Bewusstsein im Körper? Gibt es tote Materie?
1:32:00 Übertragung von Verantwortung an Maschinen - Wieso geben Menschen Verantwortung ab, wenn es um ihre eigene Gesundheit geht?
1:34:00 Parallelen zwischen saisonalen Krankheiten und dem Embrace-Extend-Extinguish-Modell - Trennung
1:40:50 Zersplitterung, Merkel, Sorge über Zweiteilung der Gesellschaft,
1:42:10 Unterschiedliches Verständnis von Schwingung - Radioempfang bei AKE - Geist und quantenmechanische Interaktion
1:44:30 Eckhard's Erfahrungen mit Astralreisen und Remote Viewing Erfahrung
1:46:55 Lebendigkeit und Bewusstsein von Materie, Einfluss des eigenen Weltbilds
1:52:20 Angst vor dem Sterben - Angst führt zu Trennung - Verbundenheitsgefühl - Das Bedrohliche ist der Egotod
1:56:30 Das paradoxe Ich von materialistisch orientierten Menschen
1:59:25 Ist es möglich durch KI künstliche Menschen zu erzeugen, die wir nicht von echten Menschen unterscheiden können?
2:02:35 Kognitive Dissonanz - Warum ändern sich Naturwissenschaftler nicht durch neue Erkenntnisse?
2:06:45 Wunsch nach liebevollen Wissenschaftler, die sich intersdisziplinär austauschen - KI als Ratgeber
2:09:15 Umgang mit Einschränkungen und Vertrauen
2:11:45 Woher kommt die Angst vor KI? Müssten wir nicht Angst vor den Programmierern der KI haben?
2:14:15 Was kannst Du uns über Quantencomputer sagen?
2:17:40 Kann man Menschen auf Astralreisen mit sensiblen Kameras dokumentieren?

3) Möglichkeiten zur Erweiterung des eigenen Weltbildes: Tipps von Neil Kramer

Neil Kramer ist ein englischer Autor und Referent in den Bereichen Bewusstsein, Spiritualität, Metaphysik, Schamanismus und alter mystischer Traditionen. Neil hat über 30 Jahre auf dem Pfad innerer Transformation und spiritueller Praxis verbracht und teilt seine dadurch gewonnenen, persönlichen Ansichten durch Artikel, Interviews und Vorträge sowie persönliche Gespräche. Er ist häufig zu Gast in alternativen Radiosendungen und Internetshows. Neil hat auf vielen internationalen Konferenzen Vorträge zur Natur des menschlichen Bewusstseins gehalten. Seine Vorträge wurden auch auf Sky TV in Großbritannien ausgestrahlt. Sie könnten interessant sein für Menschen, die offen sind für neue Sichtweisen.

VIDEO: Neil Kramer - Gates of Awakening

28:36 Minuten, deutsche Übersetzung

In seinem Vortrag "Guerillia Psychonautics" den er im Februar 2010 gehalten hat, gibt er den Zuschauern einen Einblick in seine Weltsicht. Neil identifiziert darin unterschiedliche Bewusstseinsfilter, die seiner Meinung nach unsere Wahrnehmung der Welt, wie sie wirklich ist, verschleiern und er gibt Hinweise, wie man die Filter abbauen kann. Einige Teilsegmente des Vortrags wurden zusammengefasst und deutsch synchronisiert. Machen Sie sich selbst ein Bild davon, was Sie von dieser Sicht auf unsere Wahrnehmung halten.

VIDEO: Neil Kramer: Realitätstunnel

06:23 Minuten, deutsche Übersetzung

Dies ist ein 6-minütiges, auf deutsch synchronisiertes Segment aus einem Interview, in dem Neil Kramer über das Thema "Realitätstunnel" (geschlossenes Weltbild) spricht. Dieses Segment stellt eine gute Ergänzung zu den Kernaussagen des obigen Artikels "Die Macht des eigenen Weltbildes" dar.

4) Ein interessantes Highschool-Experiment: Weltbilder hinterfragen lernen

Was ist ein Weltbild überhaupt und wie können wir Menschen mit einem völlig anderen Weltbild besser verstehen? Das Worldview Literacy Project begann um die 2010er Jahre als Programm für Highschool-Schüler. Es will die Schüler dazu anzuregen, darüber nachzudenken, wie sich ihr eigenes Weltbild entwickelt hat und wie man mit anderen Weltbildern umgehen könnte. Im nachstehend verlinkten Audio-Beitrag spricht Marilyn Schlitz - Geschäftsführerin von IONS - mit Katia Petersen - der leitenden Bildungsberaterin des Worldview Literacy Projects und Ken Homer - dem Projektmanager des Projekts:
Um einen ersten Eindruck von diesem interessanten Projekt zu erhalten, finden Sie außerdem nachstehend ein kleines Preview-Video zum Worldview Literacy Course

VIDEO: Ein Kurs zur Entwicklung von Weltbildern für Highschool-Schüler

05:20 Minuten, englisch

Dies ist ein kurzer Filmbeitrag mit einigen Interviews mit Schülern des Worldview Literacy Course.

5) Dr. Donald DeGracia - Weltbilder, Wissenschaft und Spiritualität

Dr. Donald DeGracia ist Dozent für Physiologie an der Wayne State Universität für Medizin, wo er die Mechanismen hinter dem durch Schlaganfälle ausgelösten Absterben von Zellen im Gehirn erforscht. Er ist außerdem Autor zahlreicher Bücher, unter anderem des Buchs "Was ist Wissenschaft?". In diesem Interview mit Alex Tsakiris vom Skeptiko Podcast spricht Donald sowohl über sein Verständnis westlicher Wissenschaft wie auch über den yogischen Ansatz und wie man beide miteinander kombinieren kann, um dadurch zu einem besseren Gesamtverständnis der Welt zu gelangen. Eine interessante Herangehensweise an zwei unterschiedliche Weltbilder...

AUDIO: Dr. Donald DeGracia - Weltbilder, Wissenschaft und Spiritualität 

74 Minuten, englisch, mp3-Download

http://media.blubrry.com/skeptiko/s/content.blubrry.com/skeptiko/skeptiko-256-don-degracia.mp3

0:00:00 Einführung
0:05:05 Donald's Forschung zu Gehirnschädigungen und sein Interesse an Bewusstsein
0:07:25 Was ist Wissenschaft? Unterschiedliche Verwendung dieses Begriffs
0:10:10 Das Abgrenzungsproblem - Wissenschaft, Kunst & Kultur
0:14:30 Britisches Weltbild vor 300 Jahren im Vergleich zum indischen Weltbild
0:17:30 Die Idee der "Gunas" - Hinduistischer Verstand versus westlicher Verstand
0:21:30 Widerstand gegen neue Ideen - Bewusstsein & westl. Wissenschaft
0:27:45 Brückenbau zwischen innerer und äußerer Welt
0:31:15 Definition des Begriffs "Wissenschaft", Bewusstseinserweiterung, Brahman, Shakti
0:35:40 Luzides Träumen üben - erweiterte Bewusstseinszustände erleben
0:41:05 Psychedelische Drogen, Charles Tart, "Selber" denken, DMT, LSD
0:46:55 Wird parapsychologische Forschung Erfolg haben? Yoga und Statistik
0:53:50 Persönliche Entwicklung, sich nach innen wenden in einer aufs Außen fixierten Kultur
1:00:45 Fehler in der Yogischen Tradition, westliches und östliches Denken verbinden
1:05:30 Donald's Berufsleben, Pläne für die Zukunft, Yoga and Niyama
1:08:10 Wahrhaftigkeit, Glauben, tiefere Wahrheiten suchen, Karma abbauen
1:10:20 Donald's Webseite, Informationen frei zugänglich machen
1:11:50 Ende des Interviews, Resüme und Anmerkungen

6) Weiterführende Informationen und Buchtipps