UFO-Zwischenfälle wirken oft absurd. Sie sind lokal begrenzt und geheimnisvoll und es bleibt unklar, wer für das Phänomen verantwortlich ist. Scheinbar will sich die hinter den UFOs steckende Intelligenz der Weltöffentlichkeit nicht in eindeutiger Weise zu erkennen geben. Warum dieses Versteckspiel?
Womöglich hat die Entwicklung der Atomwaffen und unsere damit einhergehende Fähigkeit zur kollektiven Selbstzerstörung die Außerirdischen auf den Plan gerufen und sie dazu bewogen, uns und insbesondere unserem Militär den ein oder anderen Besuch abzustatten. Trotzdem vermeiden sie es, sich der Weltgemeinschaft offen zu präsentieren. Wenn sie wollten, könnten sie ja einfach beim WM-Finale mitten im Stadion landen, sodass die ganze Menschheit erfährt, dass es sie gibt. Offenbar halten sie sich aber lieber bedeckt und setzen nur hier und da ein Zeichen ihrer Anwesenheit.
„Unsere Besucher verfügen über enorme technologische Kapazitäten, die es ihnen ermöglichen, hierher zu kommen, wie auch immer sie das anstellen. Um mit solch einer technologischen Potenz zu überleben, müssen sie eine Art Kontrolle über ihre Fähigkeiten entwickelt haben. Nennen wir es eine Art von Weisheit. Das impliziert einen gewissen Respekt vor dem Anderen […]. Ein direkter Kontakt mit einer Menschheit, die für einen solchen Kontakt nicht reif ist, würde einen katastrophalen kulturellen Schock herbeiführen. Insofern geben uns die Außerirdischen Zeit […]. Solange wir die Beweise verleugnen, sind wir nicht bereit für einen eventuellen Kontakt. Wenn diese Analyse stimmt, lässt sich besser verstehen, was hier vor sich geht: Die Außerirdischen sind zugleich diskret und ausreichend sichtbar, um nicht zu viel Verunsicherung zu erzeugen aber zugleich unser Umdenken anzuregen […]“ (Meesen, Auguste: Les observation décisives du 29 novembre 1989, in SOBEPS (Hrsg.): Vague d‘OVNI sur la Belgique. Un Dossier exceptionnel, Brüssel 1991, S,.45, eigene Übersetzung)
Von allen Interpretationen, die man auf Basis der Datenlage zum UFO-Phänomen anstellen kann, mag diese durchaus überzeugend sein, wenngleich sie nicht jeden Einzelfall abzudecken vermag und insofern keine Allgemeingültigkeit beanspruchen kann (siehe hierzu die Anmerkungen zum Psychiater John E. Mack in den weiterführenden Informationen am Seitenende).
Wenn man an UFOs denkt, verbindet man diese typischerweise mit außerirdischen Wesen von fernen Planeten. Wie solche mutmaßlichen Außerirdischen mit ihren UFOs durchs Weltall reisen sollen, ist naturwissenschaftlich jedoch nicht nachvollziehbar und wird darum von den meisten Naturwissenschaftlern als Erklärungsansatz für das UFO-Phänomen abgelehnt. Hinter dieser Ablehnung steckt unter anderem Albert Einsteins Relativitätstheorie. Laut Einstein kann sich nämlich nichts schneller bewegen als das Licht, erst recht keine massereichen Flugobjekte. In Anbetracht der riesigen Distanzen im Universum müssten die Außerirdischen dann schon mehrere Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende durch den leeren Raum fliegen, um uns auf der Erde besuchen zu können. Bedenkt man, dass die meisten UFO-Sichtungen nur wenige Sekunden oder Minuten dauern, mutet dieser Gedanke völlig absurd an.
Als einzig akzeptable Erklärungen für die ständigen UFO-Sichtungen lassen die meisten Naturwissenschaftler darum nur optische Täuschungen, Fehlinterpretationen von Wetterphänomenen oder Fehlinterpretationen von gewöhnlichen Flugkörpern wie Zeppelinen, Ballons oder geheimen Militärfluggeräten zu. Manche Menschen bilden sich vielleicht auch einfach nur etwas ein oder lügen bewusst, um sich hervorzutun. Und wenn ausnahmslos alle Sichtungen auf diese Weise zu erklären wären, dann wären UFOs auch eigentlich gar keine paranormalen Erscheinungen.
Unter den Naturwissenschaftlern gibt es aber auch ganz wenige Außenseiter, die das etwas differenzierter sehen. Der Bekannteste von ihnen ist der französische Astrophysiker und Informatiker Dr. Jacques Vallée. Er hat eine ganze Reihe von unerklärlichen UFO-Sichtungen untersucht und kam zu dem Schluss, dass bei weitem nicht alle davon auf eine natürliche, irdische Ursache zurückzuführen seien. Eine Reise physischer Wesen von fernen Planeten hielt er aber aufgrund der Absurdität der meisten UFO-Begegnungen ebenfalls für unplausibel. Stattdessen vermutete er, dass Außerirdische und ihre UFOs ursprünglich aus nichtphysischen (!) Seinswelten stammen und sich kurzzeitig in unserer physischen Welt „materialisieren“ (weshalb das Problem des interstellaren Reisens durch den physischen Raum entfällt). Kulturhistorisch sieht Vallée in diesem rätselhaften Vorgang Parallelen zu alten Erzählungen über Erscheinungen von Feen, Irrlichtern, Kobolden und anderen Geistwesen, die der Legende nach plötzlich auftauchten und genauso geheimnisvoll wieder verschwanden.
Vallées sogenannte interdimensionale Hypothese klingt freilich noch fantastischer und abgehobener als die klassische, extraterrestrische Hypothese, nach der uns physische Außerirdische von fernen Planeten besuchen. Geradezu wahnhaft wirkt sie im Vergleich zur naturwissenschaftlichen Hypothese einer natürlichen Erklärbarkeit sämtlicher UFO-Sichtungen durch Fehldeutungen von Wetterphänomen und menschlichen Flugkörpern. Trotzdem müssen wir, wenn wir die Thematik mit maximaler philosophischer Offenheit betrachten, ehrlich und demütig anerkennen: Ganz sicher ausschließen lässt sich der Gedanke nicht - vor allem dann nicht, wenn man eine geistige Realitätsebene annimmt, die unabhängig von Materie exisiteren kann. Indizien für die tatsächliche Existenz solch einer automomen, geistigen Seinsebene haben wir zuhauf im Themenbereich "Bewusstseinsforschung" zusammengetragen.
13:40 Minuten, deutsch
Dieses Video beschäftigt sich mit dem Ufologen Dr. Jacques Vallée und seiner interdimensionalen Hypothese.
Mindestens genauso verrückt wie die interdimensionale Hypothese von Jacques Vallée mögen uns Spekulationen erscheinen, wonach die Intelligenz hinter den UFOs gar nicht von außerhalb, sondern von innerhalb der Erde oder von erdnahen Himmelskörpern stammt. Die UFOs werden demnach von unbekannten beziehungsweise sich aktiv verbergenden Lebewesen (Kryptiden) gesteuert, die sich beispielsweise im Erdinneren oder in den Ozeanen oder aber im erdnahen Weltall aufhalten (letzteres wäre eine Variante der Hypothese 1). In diesem Fall entfiele natürlich ebenfalls - wie bei Hypothese 3 - das Problem der Überbrückung riesiger Distanzen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit.
Nach dieser Hypothese werden UFOs nicht zwingend von fremdartigen Wesen, sondern von Menschen gesteuert - allerdings von Menschen aus der Zukunft. Die Insassen der UFOs wären demnach Zeitreisende. Offen ist, wo diese zukünftigen Menschen eigentlich leben und ob und wie Zeitreisen überhaupt möglich sind. Obschon diese These zunächst völlig aus der Luft gegriffen wirkt, hat sie inzwischen eine ernsthafte wissenschaftliche Grundlage: In seinem "Extratempestrial Model" zeigt der Bio-Anthropologe Michael P. Masters von der Montana Technological University, dass die Körper- und Schädelform der Aliens, wie wir sie uns typischerweise vorstellen (die sogenannten "Greys": klein, dünn, großer Schädel mit kleinen Ohren und Nasen, aber riesigen dunklen Augen), nicht nur humanoide Züge tragen, sondern - sofern man die Entwicklung unserer menschlichen Körper- und Schädelform von der Vorzeit bis heute in die Zukunft extrapoliert - mutmaßlich unserer künftigen Physiologie in einigen hunderttausenden Jahren entsprechen (siehe hierzu den entsprechenden Fachartikel von Michael P. Masters in den Quellenangaben sowie das nachstehend verlinkte Video).
130 Minuten, englisch
In diesem Vortrag erläutert der Bio-Anthropologe Michael P. Masters von der Montana Technological University seine Untersuchungen, die ihn zu der Hypothese führten, dass es sich bei Aliens um künftige Menschen handeln könnte.
Über welche Technologien wird die Menschheit wohl in mehreren Jahrzehnten, Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden verfügen (sofern sie sich bis dahin noch nicht selbst zerstört hat)? Kosmologisch gesehen sind 60 Jahre nur ein winziger Augenblick, nicht mehr als ein Wimpernschlag. Selbst Jahrhunderte und Jahrtausende sind kosmologisch gesehen keine langen Zeiträume. Jetzt stellen Sie sich bitte einmal vor, es gäbe irgendwo in diesem unvorstellbar riesigen Universum mit Abermilliarden von Sternen und weiteren Abermilliarden von Planeten intelligentes, außerirdisches Leben. Darunter wären zum Teil vielleicht auch Lebewesen, die nicht erst vor 200.000 Jahren, sondern vor zwei Millionen Jahren entstanden sind und die uns technologisch nicht nur um einige Jahrzehnte, Jahrhunderte oder Jahrtausende, sondern um Jahrmillionen voraus wären. Könnten diese Zivilisationen vielleicht Dinge tun, die wir nur aus Science-Fiction-Filmen kennen?
Und was wäre, wenn diese nichtphysischen Wesen dazu in der Lage wären, sich in unserer physischen Dimension zu manifestieren? Dann bräuchten sie gar nicht durch den physischen Raum zu reisen und dann würde auch die Lichtgeschwindigkeit als absolutes Tempolimit irrelevant. Am prominentesten wird diese Vermutung vom französischen Astrophysiker und Informatiker Dr. Jacques Vallée mit seiner oben vorgestellten „interdimensionalen Hypothese“ vertreten.
Auch bei der oben geschilderten krypto-(extra)terrestrische Hypothese (UFOs werden von unbekannten bzw. sich versteckenden Wesen in oder nahe der Erde gesteuert) entfällt das Problem der Überbrückung riesiger Distanzen im Weltraum. Gleiches gilt für die Zeitreisenden-Hypothese - wobei es natürlich fraglich ist, ob und wie man überhaupt durch die Zeit reisen kann.