Von Steinmauern aus ungewöhnlich geformten Megalithen, die unfassbar perfekt ineinanderpassen
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Die Anlage soll im 15. Jahrhundert von den Inka erbaut worden sein. Schriftliche Quellen, die das eindeutig belegen, gibt es allerdings nicht. Die Zuschreibungen zu den Inka als Bauherrn beruhen nur auf Indizien und historischen Kontexten. Historiker vermuten, dass die Anlage Zeremonialzentrum und zugleich militärische Verteidigungsanlage war. Die charakteristischen Mauern beeindrucken durch ihre Präzision, Stabilität und die schiere Größe der Steinquader, von denen einige zu den größten jemals verbauten Steinen der Region gehören.
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Für den Transport und das Heben der gewaltigen Steinblöcke halten Historiker eine Kombination aus natürlichen Rampen, menschlicher Zugkraft und einfachen Hebeltechniken für möglich. Die Steine wurden ihrer Einschätzung nach aus nahegelegenen Steinbrüchen über geneigte, festgestampfte Schleifbahnen gezogen, wobei große Arbeitskolonnen mit dicken Faserseilen aus Pflanzenfasern die Last bewegten. Für mittlere Distanzen könnten Holzrollen oder hölzerne Schlittenkufen verwendet worden sein, um die Reibung zu verringern, möglicherweise unterstützt durch Schmiermittel wie feuchten Ton oder Sand. An der Baustelle selbst wurden die Blöcke nach Darstellung von Historikern nicht mit Kränen, sondern über Erd- und Steinrampen in höhere Ebenen gebracht. Das präzise Einpassen erfolgte demnach mithilfe von Hebelbalken aus Hartholz, mit denen die Steine millimeterweise angehoben, ausgerichtet und über Keile unterfüttert wurden. Die finale Passgenauigkeit erreichten die Inka angeblich durch eine „trial-and-fit“-Methode: Ein Block wurde wiederholt an seinen zukünftigen Platz geschoben, markiert, entfernt und nachbearbeitet, bis er sich vollständig in die polygonale Struktur einfügte. Allerdings: Für all diese Vermutungen gibt es keinerlei Belege und keinerlei gesicherte Quellen. Es sind nur Hypothesen.
5:58 Minuten, englisch
Diese Aufnahmen stammen von einem Besucher der archäologischen Stätte von Sacsayhumán, der sich offenbar sehr für die Details interessiert und Spekulationen nährt, hier müsse eine uns unbekannte Technologie verwendet worden sein. Ob man dem nun folgen möchte oder nicht - diese Aufnahmen vermitteln jedenfalls ein eindrucksvolles und authentisches Bild des Mauerwerks.