Eine ungewöhnliche Struktur auf dem Meeresgrund der Ostsee gibt Anlass zu Spekulationen - zumal deren Entdecker behaupten, sie störe ihre Bordelektronik
Die Struktur befindet sich in rund 85 bis 90 Metern Tiefe und wirkt auf den Sonarbildern symmetrisch und ungewöhnlich regelmäßig, weshalb Spekulationen über abgestürzte UFOs, versunkene Bauwerke oder künstliche Installationen aufkamen. Wissenschaftliche Deutungen kommen jedoch zu einem anderen Schluss:
Geologen weisen darauf hin, dass die Struktur am ehesten ein natürlich entstandenes Gesteinsgebilde ist, vermutlich ein während der letzten Eiszeit von Gletschern transportierter und abgeschliffener Felsblock – ein sogenannter Findling oder Moränenrest. Auch der Bereich, der auf den Sonarbildern wie eine Art „Schleifspur“ aussieht, lässt sich laut Wissenschaftlern gut durch Sedimente, Strömungen oder Bildartefakte erklären. Hinweise auf künstliche Formen oder bearbeitete Oberflächen fehlen ihrer Meinung nach. Es wurden weder Werkzeuge gefunden noch gibt es Spuren, die auf bearbeitete oder konstruierte Strukturen hindeuten würden.
Archäologen sehen daher keinerlei Anzeichen für intelligente Aktivität an dem Objekt. Aus archäologischer Perspektive ist die Anomalie somit kein kulturelles Relikt, sondern ein geologisches Phänomen.
3:01 Minuten, englisch
In diesem kurzen Video berichtet das "Ocean X Team" von einer Expedition aus dem Jahr 2019. Dabei wurde in der Nähe der ursprünglichen Fundstelle der Ostsee-Anomalie eine weitere ungewöhnliche Struktur entdeckt. Erneut kam es dabei zu Störungen der elektrischen Messgeräte - ein mysteriöser Effekt, den das Team in diesem Video als "Fakt" bezeichnet.