Es gibt mathematische Zusammenhänge, die sind so beeindruckend, dass man sich fragen kann, ob das alles Zufall ist oder ob hier vielleicht Indizien für irgendeine Form intelligenter Schöpfung vorliegen. Als Beispiele finden Sie hier den Zusammenhang zwischen Zahlenverhältnissen und schöner Musik, den berühmten goldenen Schnitt sowie die erstaunliche Umrechnung von Meter zu Zoll.
Wenn Sie im Musikunterricht aufgepasst haben, wissen Sie außerdem, was eine Oktave ist. Sie bezeichnet den Abstand zwischen zwei Tönen, die zwar unterschiedlich hoch sind, im Grunde aber gleich klingen (zum Beispiel ein tiefes G und ein hohes G). Probieren Sie es selbst einmal aus, wenn Sie das nächste mal vor einem Klavier stehen: Drücken Sie eine beliebige Taste herunter und tun Sie dasselbe 12 Tasten weiter rechts noch einmal. Sie werden feststellen, dass Sie ein harmonisches Klangbild erzeugt haben – eine Oktave.
Also können wir schlussfolgern, dass sich hinter unserer Musik arithmetische Zusammenhänge verbergen. Schöne Musik scheint eine Frage der rechten Zahlenverhältnisse zu sein, was vielleicht eher für eine intelligente Schöpfung hinter dem Dasein spricht, als für reinen Zufall.
Häufig bildet dieses Zahlenverhältnis die Basis der Architektur von Bauwerkern oder der Komposition von Gemälden und Kunstwerken. Außerdem findet man es gelegentlich in der Natur wieder.
Ein "goldener Schnitt" liegt immer dann vor, wenn das Verhältnis des Ganzen (im Bild mit der blau-roten Strecke: a+b) zu seinem größeren Teil (a) genau gleich dem Verhältnis des größeren Teils (a) zum kleineren Teil (b) ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Ganze 1,618 (gerundet) mal so groß ist wie das größere Teilstück, beziehungsweise wenn das größere Teilstück 1,618 mal so groß wie das kleinere.
Weil die Zahl irrational ist, kann man sie nicht durch einen endlichen Bruch angeben; man kann sich ihr nur in Form eines unendlichen, sogenannten Kettenbruchs annähern. Die goldene Zahl sähe als Kettenbruch so aus, wie es hier bildlich dargestellt ist. Darin zeigt sich eine außergewöhnlich „schöne“ Symmetrie: Man erkennt deutlich eine simple fraktale Struktur auf Basis der Zahl 1. Er ist der einfachste unendliche Kettenbruch, den man haben kann. Kein anderer irrationaler Wert hat eine derart simple Form – nur Einsen, nichts anderes. Er ist perfekt selbstähnlich.
In diesem Illustrationsbild ist der Radius des Viertelkreises 2 doppelt so groß wie derjenige von den beiden Viertelkreisen 1. Der Radius des Viertelkreises 3 ist dreimal so groß, der nächste des Viertelkreises 5 fünfmal so groß, der nächste 13x, dann 21x und so weiter. Diese aufsteigende Zahlenreihe 1,1,2,3,5,8,13,21,... ist nicht zufällig gewählt: Eine beliebige Zahl in dieser Reihe stellt immer die Summe der beiden vorherigen Zahlen dar. In der Mathematik ist diese Zahlenfolge als Fibonacci-Reihe bekannt (benannt nach dem italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci).