Von planvoller Schöpfung, einer weltweiten Katastrophenerzählung und dem Leben nach dem Tod
Interessanterweise tritt der Mensch in fast allen Schöpfungsgeschichten erst mit Verspätung auf den Plan und nicht gleich von Anfang an. Oft braucht es sogar mehrere Versuche, bis den Göttern die Erschaffung des Menschen zu ihrer Zufriedenheit gelingt. Manchmal schicken die Götter eine große Flut, um die ursprüngliche, sündige Menschheit wieder auszulöschen und einen Neuanfang zu ermöglichen, so zum Beispiel bei den Sumerern, bei den Ägyptern, bei den Griechen, bei den Inka, bei den Maya, in der indischen Mythologie, bei den alten Chinesen und bei einigen Indianerstämmen Nordamerikas. Bekanntlich berichten auch das Alte Testament und der Koran von einer „reinigenden“ Sintflut. Auch bei den Zoroastriern und verschiedenen anderen Indianerstämmen Nord- und Lateinamerikas begegnen wir Erzählungen von einer großen Flut, wobei diese nicht immer in Verbindung mit einer (Neu-)Erschaffung der gesamten Menschheit stehen, sondern aus vielfältigen anderen Motiven hergeleitet werden – etwa der Reduzierung von Überbevölkerung oder der Vernichtung bösartiger Kreaturen.
Auch hier stellt sich dann aber die Frage, warum so viele Kulturen ausgerechnet ein Flutereignis verarbeiteten, wohingegen Stürme, Feuer, Erdbeben oder andere Naturkatstrophen keinen derart verbreiteten Eingang in die Schöpfungsgeschichten fanden. Das nährt Spekulationen, wonach es vor vielen Jahrtausenden vielleicht eine globale Flutkatastrophe gegeben haben könnte, der beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel und die sich darum in den Mythologien sämtlicher überlebender Völker niederschlug, die ansonsten keine historischen Berührungspunkte hatten.
Zudem sollen sie im Inneren der Pyramide mehrere schnurgerade Schächte und unterschiedlich große Kammern eingearbeitet haben.
Viele namhafte Experten, darunter Architekten, Ingenieure, Steinmetze, Geologen und Baustatiker, halten diese Leistung allerdings für ein Ding der Unmöglichkeit – so zum Beispiel Pier Luigi Copat, Architekt des Potsdamer Platzes in Berlin, Chris Wise, Bauingenieur der Millennium Bridge in London, Éric Gonthier, Geologe und Mineraloge am Musée de l'Homme in Paris, Prof. Joseph Davidovids, Chemiker mit Schwerpunk Geopolymere, sowie Jean-Pierre Martin, Projektleiter des Millau-Viadukts, der höchsten Brücke Frankreichs und der längsten Schrägseilbrücke der Welt.
121 Minuten, deutsch
Dieser Dokumentarfilm beleuchtet die außergewöhnlichen Merkmale der großen Pyramide und stellt sie auch in den Kontext anderer monumentaler Bauwerke des Altertums. Der Bericht wirkt zwar in seiner Aufmachung sehr sensationsheischend und tendenziös, ist aber dennoch zumindest in den ersten 80 Minuten stark faktenbasiert und lässt eine Reihe teils hochkarätiger Experten zu Wort kommen. Ab Minute 81 nimmt der Film dann eine spekulative Wendung, weil ab hier die bis dahin präsentierten Fakten interpretiert werden. Die Autoren des Films gehen von der "Lost-Zivilisation-Hypothese" aus, nehmen also an, dass eine verschollene Hochkultur der wahre Erbauer der Pyramiden ist. Dies lässt sich natürlich nicht beweisen und stellt nur eine von mehreren möglichen Deutungen der Fakten dar. Mehr dazu erfahren Sie auf der vorigen Artikelseite.
Anmerkung: Anfang 2023 wurde der volle Film auf Youtube gelöscht, sodass Sie hier nur noch einen kleinen Ausschnitt sehen können. Das ganze Video können Sie aber auf anderen, anonymen Portalen schauen (von denen wir uns ansonsten inhaltlich distanzieren wollen, weil hier auch viel Ungeprüftes und Unseriöses gepostet wird):
https://gloria.tv/post/8VmXAVdNFWYY4iEbxkEuYMdQ2#105
Alternativ können Sie den Film auch auf DVD beziehen, z.B. hier: https://www.amazon.de/Das-Geheimnis-Pyramiden-2-DVDs/
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ALB_-_Neolithische_Grabbeigaben.jpg
Steinzeitmenschen, deren Skelette Archäologen nach zehntausenden von Jahren freilegen, verraten durch ihre wertvollen Grabbeigaben, dass wohl auch unsere prähistorischen Vorfahren an ein Leben nach dem Tod glaubten.
Das Überleben des Todes setzt nicht nur eine Seele beziehungsweise einen Geist voraus, der das Absterben des physischen Körpers unbeschadet übersteht. Es bedarf auch eines geistigen „Aufenthaltsbereichs“, in dem sich die Seele beziehungsweise der Geist eines Verstorbenen nach dem Tod aufhalten kann. Neben den üblichen Motiven eines freudvollen „Himmels“ oder einer dunklen Unterwelt hegten manche Kulturen die Vorstellung eines vielgestaltigen „Weltenbaums“ als Symbol für verschiedene Daseinsbereiche.