Wie "Ra" und "Michael" sowohl die materielle als auch die geistige Beschaffenheit des Universums erklären
„Ihr habt das Prisma gesehen, das alle Farben zeigt, die vom Sonnenlicht stammen. Dies ist ein vereinfachtes Beispiel der Einheit.”(Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, S. 24)
Dasjenige, was die Unterschiedlichkeit der durch das Prisma aufgetrennten Farben ausmacht, ist bekanntlich die Art und Weise, in der das Licht schwingt (Wellenlänge/Frequenz). Wenn aber das Licht, so wie es „Ra“ behauptet, als Baustein des gesamten physischen Universums fungiert (siehe hierzu die Artikelseite "Schöpfung, Menschenbild und der Sinn des Daseins"), würde das bedeuteten, dass das gesamte Universum in einer ständigen Schwingung begriffen ist.
Teilchenbeschleuniger CERN, Bildquelle: Wikimedia Commins (Julian Herzog)
Auch im „Ra-Kontakt“ wird Materie als Folgeresultat energetischer Schwingungen abgeleitet, wobei die zugrunde gelegte Energie laut „Ra“ dem All-Einen („intelligente Unendlichkeit“) entspringt und im Sinne einer ordnenden, erschaffenden Kraft als „Liebe“ bezeichnet wird. Diese Energie sei ursprünglich weder sicht- noch messbar, könne sich aber durch Schwingung in physischer Form manifestieren. So bringe „Liebe“ zunächst das Licht und später die weiteren Elementarteilchen hervor:
Don Elkins: „Diese Schwingung, die wir aus Mangel an besserem Verständnis reine Bewegung nennen würden; sie ist reine Liebe; […] sie ist nichts, das schon verdichtet ist, sagen wir, um irgendeine Art oder Dichte der Illusion zu bilden. Diese Liebe erschafft dann durch diesen Schwingungsprozess ein Photon, wie wir es nennen, welches das grundsätzliche Partikel des Lichts ist. Dieses Photon verdichtet sich dann durch hinzugefügte Schwingungen und Rotationen weiter zu Partikeln der […] verschiedenen Dichtegrade, die wir erfahren. Ist dies richtig?“ – Ra: „Dies ist richtig.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt: Das Gesetz des Einen lehren – Gesamtausgabe, Oberkrämer 2021, S. 192)
Das macht vielleicht auch den Oktav-Begriff aus dem „Ra-Kontakt” etwas verständlicher: Beim Spielen einer Tonleiter nimmt die Schwingungsfrequenz jeden Tones zu, je näher man der Oktave kommt. Analog dazu könnte man annehmen, dass wir seelisch um so höher „schwingen”, je näher wir beim Durchlaufen der Dichtestufen zur Erfahrung von Einheit vorstoßen. Sobald wir das Einheitsbewusstsein erreichen und damit unseren Entwicklungszyklus (die Oktave) abschließen, stehen wir wieder dort, wo wir ursprünglich herkamen, sind in der Zwischenzeit allerdings um die Erfahrung eines ganzen Universums reicher geworden. Analog dazu klingt die Oktave bei einer Tonleiter genau gleich wie der Ausgangston, nur dass sich die Frequenz verdoppelt hat und der Ton deshalb höher schwingt und klingt.
Zugleich hält das Konzept der „seelischen Schwingung” eine mögliche Erklärung dafür bereit, warum nichtphysische Kontakte zwischen uns Menschen und höherdimensionalen Wesen so ungewöhnlich sind: Weil „Geistwesen” ganz anders „schwingen” als wir, können wir kaum mit ihnen in Resonanz treten. Damit ein stabiler Kontakt zustande kommen kann, bedarf es deshalb erheblicher Anstrengungen von beiden Seiten: Während wir Menschen unsere „Schwingung” erhöhen müssen (zum Beispiel durch Meditation), müssen die Geistwesen ihre Schwingung heruntertransformieren.