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Rätselhafte Anomalien

Telekinese im Beisein von Wissenschaftlern (3/4)
John Chang


Wie der Dokumentarfilm "Ring of Fire: An Indonesian Odyssey" aus dem Jahr 1989 mit einem Kurzportrait des Qi-Meisters John Chang verblüfft


1) Wer war John Chang?

John Chang aus Indonesien übte angeblich Kräfte aus, die im asiatischen Raum als „Qi“ oder „Chi“ bezeichnet werden. Darunter versteht die traditionelle chinesische Medizin eine unsichtbare, spirituelle Lebensenergie, die das gesamte Universum durchziehe und folglich auch durch unseren Körper ströme. John Chang setzte nach eigenen Angaben „Qi“-Energie zum Heilen ein, nutzte sie augenscheinlich aber auch für Tele-/Psychokinese sowie für Pyrokinese (siehe hierzu den nachstehenden Filmausschnitt). Pyrokinese beschreibt die Fähigkeit, Feuer allein durch geistige Kräfte zu entzünden und zu manipulieren.

Leider gibt es über John Chang nur wenige Informationen und überprüfbare Quellen. Das liegt vor allem daran, dass er die Öffentlichkeit weitgehend mied und seine vermeintlichen Fähigkeiten nicht gerne zur Schau stellte. Einem breiteren Publikum ist er eher ungewollt durch den preisgekrönten Dokumentarfilm „Ring of Fire: An Indonesian Odyssey“ aus dem Jahr 1989 bekannt geworden. In diesem Film ging es eigentlich gar nicht um Qi-Energie oder Telekinese. Die Filmemacher Lorne und Lawrance Blair wollten mit ihrem fünfteiligen Werk lediglich ein lebhaftes Portrait der indonesischen Natur und Kultur zeichnen. Im Vorfeld zu ihren Dreharbeiten lernten sie zufällig den „Qi-Master“ John Chang kennen. Sie begleiteten ihn einige Tage und widmeten ihm schließlich zehn Minuten ihrer insgesamt fünfstündigen Dokumentation. Den entsprechenden Filmausschnitt haben wir hier verlinkt. Unseres Wissens sind dies die einzigen Filmaufnahmen, die von John Chang existieren.

VIDEO: John Chang - Qi-Master aus Indonesien

15:11 Minuten, deutsch

Dies ist ein Ausschnitt aus eienm fünfteiligen Dokumentarfilm über die Natur und Kultur Indonesiens. Eher als Randaspekt wurde in diesem Film John Chang portraitiert, den die Filmemacher bei ihrer Reise zufällig kennenlernten. Sollten die Szenen echt sein, wären sind sie ein seltenes Zeugnis psychokinetischer Fähigkeiten.

2) Untersuchungen von Wissenschaftlern und das Ende von Changs öffentlichen Vorführungen

Im obigen Video sieht man ab Minute 5:48, wie John Chang auf einem Glastisch – scheinbar per Telekinese – ein Messer bewegt. Unmittelbar im Anschluss folgen Szenen mit Wissenschaftlern, die seine Fähigkeiten überprüfen. Ab Minute 8:40 wird dann gezeigt, wie John Chang scheinbar einen Stab durch einen massiven Tisch hindurch bewegt. Und kurz darauf erfahren Sie, warum diese Begebenheit dazu führte, dass er seine Fähigkeiten fortan nicht mehr öffentlich demonstrieren wollte.

Für John Chang und die hier gezeigten Filmaufnahmen gilt das Gleiche wie für Nina Kulagina und Claus Rahn: Bislang gibt es keinerlei Hinweise auf Betrug. Im Gegenteil: Die kleinen wissenschaftlichen Tests, die im obigen Video ab Minute 5:57 gezeigt werden, scheinen die Fähigkeiten John Changs zu belegen. Und es wäre aus unserer Sicht doch sehr unplausibel, warum die Gebrüder Blair für einen fünfstündigen Dokumentarfilm, der mit Parapsychologie eigentlich gar nichts zu tun hat, ausgerechnet diese Filmsequenz hätten inszenieren und manipulieren sollen. Mit den technischen Möglichkeiten der 1980er Jahre wäre das im Übrigen auch gar nicht so einfach gewesen. Auch in der wenigen Literatur, die es über John Chang gibt (siehe unten), finden sich seitens der Autoren nur Bestätigungen und keinerlei Betrugsverwürfe.

3) Weiterführende Informationen und Buchtipps